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RATGEBER

Welche Kreditkarten gibt es? Die Kartentypen im Überblick

Kreditkarten gehören für die meisten Menschen in Deutschland längst zum Alltag, ob beim Online-Einkauf, auf Reisen oder für größere Anschaffungen. Doch welche Kreditkarten gibt es eigentlich, und worin unterscheiden sie sich? Grundsätzlich lassen sich drei Kreditkartentypen unterscheiden: die Charge-Kreditkarte, die Revolving-Kreditkarte und die Prepaid-Kreditkarte. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wann und wie der Rechnungsbetrag beglichen wird und ob dafür eine Bonitätsprüfung (Schufa) nötig ist. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede verständlich, zeigt in einer Vergleichstabelle die wichtigsten Merkmale auf einen Blick und hilft mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung dabei, die passende Kreditkarte zu finden, inklusive der aktuellen Kartenangebote der easybank.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt drei Haupttypen von Kreditkarten: Charge-, Revolving- und Prepaid-Kreditkarte.
  • Charge-Kreditkarte: Der komplette Rechnungsbetrag wird einmal im Monat als Gesamtsumme vom Referenzkonto abgebucht.
  • Revolving-Kreditkarte: Der offene Betrag kann flexibel in Raten zurückgezahlt werden – alle easybank Kreditkarten sind Revolving-Karten.
  • Prepaid-Kreditkarte: Es steht nur vorher aufgeladenes Guthaben zur Verfügung, eine Schufa-Prüfung entfällt.
  • Für Charge- und Revolving-Kreditkarten sind in der Regel eine Bonitätsprüfung und ein Referenzkonto notwendig, für Prepaid-Kreditkarten nicht.
  • Wichtig zur Abgrenzung: Die Girocard bzw. Debitkarte zum Girokonto ist keine Kreditkarte – die Unterschiede erklärt der Ratgeber Girocard, Debitkarte & Kreditkarte – Was ist der Unterschied?.

Welche Kreditkartenarten gibt es?

Generell gibt es drei Arten von Kreditkarten. Zu den klassischen zählen die Charge- und die Revolving-Karten. Diese beinhalten einen Kreditrahmen, also einen festgelegten maximalen Betrag, auf den du als Karteninhaber Zugriff hast. Prepaid-Karten sind hingegen nicht mit deinem Konto verknüpft. Stattdessen lädst du sie mit einem bestimmten Guthaben auf. Beim Bezahlen mit der Prepaid-Karte hast du dann auch nur auf den aufgeladenen Betrag Zugriff.

Wir stellen dir die drei wichtigsten Kreditkartentypen genauer vor. So kannst du sie vergleichen und herausfinden, welche für dich die richtige ist.
 

Kreditkartentypen: Merkmale und Voraussetzungen
 

 

Charge-Kreditkarte  

Revolving-Kreditkarte  

Prepaid-Kreditkarte  

Online bezahlen

Im Geschäft bezahlen

Kontaktlos bezahlen

Weltweit akzeptiert

Schufa Prüfung

Für Personen unter 18 Jahren

Mit Girokonto

Sofortige Abbuchung

Mit Kreditrahmen

Ratenzahlung möglich (Teilzahlung)

Abbuchung

Gesamtbetrag am Monatsende

Flexibel in Raten

Sofort vom Guthaben

Ideal für

Planbare Ausgaben ohne Zinsrisiko

Flexibilität bei größern Anschaffungen

Reisen, Erstkarte, ohne Bonitätsprüfung

Klassische Kreditkarten

Charge-Kreditkarte

Die klassische Charge-Kreditkarte hat einen festgelegten Kreditrahmen. Das heißt, du als Karteninhaber kannst sie bis zu einem bestimmten Betrag belasten – und zwar so lange, bis der Verfügungsrahmen ausgeschöpft ist. Alle Umsätze sammeln sich auf deinem eigenen Kreditkartenkonto an. In der Regel wird der Gesamtumsatz dann automatisch am Ende des Monats vom Referenzkonto (normalerweise dein Girokonto) abgebucht.

Zum Zeitpunkt der Abrechnung musst du dann über ein ausreichendes Guthaben bzw. über einen Dispositionskredit auf deinem Girokonto verfügen.

Revolving Kreditkarte

Auch die Revolving-Kreditkarte hat einen festgelegten Kreditrahmen. Die monatliche Abbuchung erfolgt von deinem Referenzkonto, z. B. deinem Girokonto bei deiner Hausbank. Der Unterschied zur Charge-Kreditkarte ist, dass Revolving-Karten über eine Teilzahlungsfunktion verfügen. Wenn du Teilzahlung vereinbarst, wird der fällige Betrag auf mehrere Ratenzahlungen aufgeteilt. Aus diesem Grund wird die Revolving-Kreditkarte oft auch als „echte“ Kreditkarte bezeichnet.

Mit der Teilzahlungsfunktion bist du flexibel, denn du kannst die monatlichen Raten anpassen. So verhinderst du zum Beispiel, dass dein Girokonto durch einen größeren Einkauf oder die Kreditkartenabrechnung am Ende des Monats ins Minus gerät. 

All unsere easybank Kreditkarten sind Revolving-Karten. Schau dir unser Kreditkarten-Angebot im Vergleich an, um dir einen Überblick zu verschaffen.

Rückzahlungsbedingungen

Deine Rückzahlungsbedingungen kannst du jederzeit in der easybank App oder im Online-Banking unter dem Punkt „Rückzahlung“ anpassen. 

Die Raten sind ein Prozentsatz des Umsatzes. Die Höhe dieser Raten bestimmst du selbst. Du begleichst also so lange die Raten, bis der gesamte Betrag abbezahlt ist. Im Prinzip funktioniert das wie bei einem Ratenkredit. Ein Unterschied ist, dass du bei einem Ratenkredit auch eine Kreditsumme vereinbaren kannst, die das Kreditkartenlimit übersteigt.

Gleichst du die Kreditkarten-Umsätze vollständig aus, bleibt dein Kredit für bis zu 8 Wochen zinsfrei. 

Andere Kreditkartenarten

Prepaid-Kreditkarte

Die Prepaid-Kreditkarte ist streng genommen keine klassische Kreditkarte, da sie ohne Kreditrahmen funktioniert: Sie wird mit einem selbst gewählten Betrag aufgeladen, der anschließend für Zahlungen zur Verfügung steht. Eine Ausgabe über dieses Guthaben hinaus ist nicht möglich. Prepaid-Kreditkarten eignen sich besonders für junge Menschen vor der Volljährigkeit sowie für Auslandsreisen, um dort bargeldlos zu bezahlen oder Bargeld abzuheben.

Auch für Personen mit unregelmäßigem Einkommen oder einem negativen Schufa-Eintrag ist die Prepaid-Kreditkarte häufig eine Option, da in der Regel keine Bonitätsprüfung erfolgt. Beliebt ist sie außerdem für Online-Shopping, den Supermarkt-Einkauf oder als Tankkarte.

Hinweis: Die easybank führt aktuell ausschließlich Revolving-Kreditkarten im Produktportfolio – die Prepaid-Kreditkarte wird hier als eigenständiger Markttyp zur Einordnung erläutert.

Virtuelle Kreditkarte & digitale Wallets

Neben der physischen Kreditkarte lassen sich alle easybank Kreditkarten auch als digitale Karte in Apple Pay oder Google Pay hinterlegen. Das ermöglicht kontaktloses Bezahlen direkt mit dem Smartphone oder der Smartwatch – praktisch, wenn die physische Karte gerade nicht griffbereit ist, und ein zusätzliches Sicherheitsplus, da die tatsächliche Kartennummer beim Bezahlen nicht weitergegeben wird.

Schritt für Schritt: So findest du die richtige Kreditkarte

Mit dieser Anleitung lässt sich die passende Kreditkarte in wenigen Minuten eingrenzen:

  1. Nutzungszweck klären: Soll die Karte für den Alltag, für Reisen oder für größere Anschaffungen genutzt werden?
  2. Kartentyp wählen: Charge-Kreditkarte für planbare Ausgaben, Revolving-Kreditkarte für Flexibilität bei der Rückzahlung, Prepaid-Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung.
  3. Voraussetzungen prüfen: Volljährigkeit, Schufa-Auskunft und ein Referenzkonto sind bei Charge- und Revolving-Kreditkarten in der Regel erforderlich.
  4. Kosten vergleichen: Jahresgebühr, Auslandseinsatzentgelt und Sollzinssatz bei Ratenzahlung im Blick behalten.
  5. Zusatzleistungen abwägen: Reiseversicherungen, Meilenprogramme oder eine Partnerkarte können je nach Nutzung den Ausschlag geben.
  6. Karte online beantragen: Antrag ausfüllen, Identität per Video-Ident oder PostIdent bestätigen und Karte aktivieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Es gibt drei Haupttypen: die Charge-Kreditkarte mit monatlicher Gesamtabrechnung, die Revolving-Kreditkarte mit flexibler Ratenzahlung und die Prepaid-Kreditkarte, die nur mit vorher aufgeladenem Guthaben funktioniert.

Nein. Eine Debitkarte (z. B. die Girocard) ist direkt mit dem Girokonto verknüpft, Umsätze werden nahezu sofort abgebucht, ein Kreditrahmen fehlt. Die genauen Unterschiede erklärt der Ratgeber Girocard, Debitkarte & Kreditkarte – Was ist der Unterschied?

Das hängt vom Nutzungszweck ab: Wer Ausgaben flexibel in Raten zurückzahlen möchte, ist mit einer Revolving-Kreditkarte gut beraten. Wer ohne Bonitätsprüfung auskommen möchte oder noch nicht volljährig ist, greift zur Prepaid-Kreditkarte. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung oben hilft bei der Einordnung.

Für Charge- und Revolving-Kreditkarten ja. Die Bank prüft vor der Vergabe des Kreditrahmens die Bonität. Prepaid-Kreditkarten kommen in der Regel ohne Schufa-Prüfung aus, da kein Kredit vergeben wird.

Die Jahresgebühr reicht von 0 € bei der easybank Kreditkarte bis zu 99 € bei der Kreditkarte Platinum und der Eurowings Premium Kreditkarte.

Bei der Charge-Kreditkarte wird der komplette Rechnungsbetrag einmal im Monat abgebucht. Bei der Revolving-Kreditkarte lässt sich der Betrag stattdessen in flexiblen Raten zurückzahlen, dafür können jedoch bei einer Teilzahlung Zinsen anfallen.

Meilenprogramme sind vor allem bei Kreditkarten mit Airline-Partnerschaft interessant, etwa den Eurowings Kreditkarten der easybank mit Anbindung an Meilen & More.

Ja, alle easybank Kreditkarten lassen sich in Apple Pay und Google Pay hinterlegen und darüber kontaktlos per Smartphone oder Smartwatch einsetzen.